Faire Blumen zum Valentinstag

Fairtrade-Steuerungsgruppe informiert

Am 14. Februar ist Valentinstag – ein Tag, an dem traditionell besonders viele Blumen verschenkt werden. Nicht nur für Händlerinnen und Händler sind Blumengeschenke zum Valentinstag ein wichtiger Faktor. Auch im globalen Süden sichert die Blumen- und Pflanzenindustrie tausenden Menschen die Arbeitsplätze. Doch sind die dortigen Arbeitsbedingungen am Anfang der Lieferkette oft von niedrigen Löhnen, mangelndem Arbeitsschutz und hohem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bestimmt.
Genauer Blick auf die CO2-Bilanz
Daher möchte die Steuerungsgruppe der Stadt Wolfratshausen – die Fairtrade Town seit 2019 ist – darauf aufmerksam machen, besser fair gehandelte Blumen zu verschenken. Gut 80 Prozent der in Deutschland verkauften Schnittblumen müssen aufgrund der hohen Nachfrage importiert werden. Bei der CO2-Bilanz lohnt es sich genau hinzusehen: Trotz der weiten Transportwege haben zum Beispiel Rosen aus Kenia einen geringeren CO2-Fußabdruck als Schnittrosen aus den Niederlanden, weil in Ostafrika auf die Beheizung der Gewächshäuser verzichtet werden kann. Diese Fairtrade-Rosen verbrauchen in Anbau, Verpackung und Transport insgesamt weniger Energie, als niederländische Rosen aus beheizten Gewächshäusern.
Bei den sozialen Bedingungen stärkt Fairtrade die Position der Arbeiterinnen und Arbeiter: Auf Fairtrade-zertifizierten Blumen- und Pflanzenfarmen werden Blumen nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards gezüchtet. Fair gehandelte Blumen stehen für die Stärkung von Frauenrechten, bessere Löhne, Mutterschutz und Weiterbildung der Arbeiter und Abeiterinnen in der Blumenproduktion. Für die Farmen gelten strenge Umweltkriterien, wie wassersparende Bewässerung oder natürlicher Pflanzenschutz.
Fair kaufen in Wolfratshausen
Auch in Wolfratshausen ist es möglich, fair gehandelte Blumen zu kaufen, etwa auch in einigen Supermärkten. Fragen Sie aktiv im Blumenhandel danach und achten Sie auf das bekannte Fairtrade-Siegel.
Wolfratshausen ist in Sachen Fairtrade erfahren: Schon 2015 bekannte sich die Stadt mit einem Stadtratsbeschluss zur intensiven Förderung des fairen Handels und gründete die Steuerungsgruppe. Fairtrade-Towns fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den fairen Handel in ihrer Heimat stark machen.
Wir möchten alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufrufen, sich zudem bei der Aktion „Fairbruary“ zu beteiligen. Der Februar hält nicht nur 29 Tage, sondern auch viel Fairness im Einkaufskorb bereit. Motivieren Sie Menschen in Ihrem Umfeld, ebenfalls mitzumachen! Unter dem Link www.fairbruary.de ist eine Registrierung möglich. Vier Challenges warten auf alle, die in 29 Tagen zum Fairtrade-Profi werden wollen.

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