Spendenaufruf: Unterstützung für Flüchtlingsheim in Brody
Osteuropahilfe sammelt Spenden
Seit Jahren besteht zwischen Wolfratshausen und der ukrainischen Stadt Brody ein freundschaftlicher Kontakt. Das Bindeglied zwischen Brody und Wolfratshausen stellt die Osteuropahilfe dar. Seit Jahrzehnten pflegt die Osteuropahilfe (OEH) eine enge Zusammenarbeit mit Ihor Hnat, dem Leiter der Resozialisierungskommune RCSA am Stadtrand von Brody. Bei einem Besuch vor einigen Jahren konnte sich der Vorstand der OEH selbst von der beeindruckenden Arbeit vor Ort überzeugen. „Wir kennen die Leute und wissen, dass die Spenden gut und verantwortungsbewusst verwendet werden“, sagt Maria Reitinger, Vorsitzende der regionalen Osteuropahilfe. Weitere Informationen zur Arbeit der Osteuropahilfe finden Sie hier.
Vor dem Krieg waren hier entlassene Strafgefangene untergebracht, die sich mit Landwirtschaft und Forstarbeit weitgehend autark versorgen konnten. Mit der Ausweitung des russischen Angriffs auf die gesamte Ukraine im Jahr 2022 hat sich die Situation im Wohnheim dramatisch zugespitzt. Viele der arbeitsfähigen Männer wurden zum Militär eingezogen, die wirtschaftlichen Strukturen der Kommune brachen weg.
In der Kommune leben jetzt überwiegend Geflüchtete. Derzeit sind dort 52 Menschen untergebracht, darunter 28 Frauen, sechs davon mit Behinderung, 15 Kinder von 0 bis 17 Jahre und neun Männer, davon fünf beeinträchtigt. In Kürze werden zusätzlich vier Familien mit insgesamt 20 Personen aufgenommen, darunter ältere Menschen und weitere Kinder. Alle erhalten Unterkunft und Verpflegung – kostenlos und ohne jede Gegenleistung.
Osteuropahilfe unterstützt finanziell
Als die OEH im Oktober 2025 einen Hilferuf erhielt, waren bereits erhebliche Schulden aufgelaufen: Stromrechnungen in Höhe von 3.700 Euro sowie lang gestundete Lebensmittelkosten von 2.228 Euro. Um die Stromabschaltung zu verhindern und die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sicherzustellen, hat die OEH die offenen Beträge übernommen. Doch die Lage bleibt äußerst kritisch. Die RCSA verfügt aktuell über keinerlei finanzielle Mittel und erhält auch keine staatliche Unterstützung. Deshalb ist sie vollständig auf externe Hilfe angewiesen.
Herr Hnat stemmt die gesamte Organisation weitgehend allein. Um die Versorgung und Betreuung sicherzustellen, benötigt er dringend zwei Fachkräfte: eine Krankenpflegerin und einen Sozialarbeiter. Die OEH hat zugesagt, deren Kosten von rund 400 Euro monatlich zunächst für vier Monate zu übernehmen. Doch das allein reicht nicht aus. Für die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner – Lebensmittel (etwa 3 Euro pro Person und Tag), Energie, Heizung, Treibstoff für Generatoren und weitere Grundbedarfe – wird ein monatliches Budget von rund 6.500 Euro benötigt.
Langfristig soll die RCSA wieder in die Lage versetzt werden, selbstständig zu wirtschaften – wie es in den vergangenen 30 Jahren möglich war. Gemeinsam mit Herrn Hnat und der Partnerorganisation Hilfe ohne Grenzen in Brody arbeitet die OEH an Konzepten dafür. Wann sich diese Pläne umsetzen lassen, hängt jedoch stark von der weiteren Entwicklung des Krieges ab.
Um das Überleben der Kommune über den Winter hinaus zu sichern, ist jetzt schnelle und direkte Hilfe notwendig. Die OEH bittet daher herzlich um Spenden, um die Menschen in Wohnheim weiter unterstützen zu können. Ein kurzes Video vermittelt einen Eindruck der aktuellen Lage vor Ort: Hier sehen Sie das You-Tube Video über die Unterkunft.
Spendenkonto: Osteuropahilfe LKR STA–WOR–M Kennwort: RCSA Brody Sparkasse Bad Tölz–Wolfratshausen IBAN: DE97 7005 4306 0055 0035 60 BIC: BYLADEM1WOR
(Für Spenden über 300 Euro stellt die OEH automatisch eine Zuwendungsbestätigung aus. Bitte geben Sie hierfür Ihre Adresse auf dem Überweisungsbeleg an.)
Jede Spende – ob klein oder groß – hilft, Menschen in einer extrem schwierigen Situation Unterkunft, Wärme und Hoffnung zu schenken. Vielen Dank an alle, die diese Hilfsaktion unterstützen.
